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Sommer, See & Wasserrute – Was Hundehalter wissen sollten

Sommer, See und Wasserrute – Was Hundehalter wissen sollten

Aufgrund des schönen Badewetters möchte ich euch heute mal über die sogenannte Wasserrute aufklären.

Gerade im Sommer sind viele Hunde kaum noch aus dem Wasser zu bekommen. Ob Badesee, Fluss oder Meer – Schwimmen ist für viele Vierbeiner das Größte. Umso wichtiger ist es, eine Erkrankung zu kennen, die gerade nach ausgiebigem Badespaß auftreten kann: die Wasserrute.

Was ist eine Wasserrute?

Die Wasserrute (auch „Cold Tail“ oder „Limber Tail“ genannt) ist eine schmerzhafte Überlastung beziehungsweise Entzündung der Muskulatur an der Schwanzwurzel.

Betroffene Hunde lassen ihre Rute plötzlich schlaff nach unten hängen und bewegen sie kaum noch. Oft fällt das direkt nach dem Schwimmen oder einigen Stunden später auf.

Wie entsteht sie?

Die genaue Ursache ist bis heute nicht vollständig geklärt. Man geht jedoch davon aus, dass die Muskulatur der Rute durch starke oder ungewohnte Belastung überlastet wird.

Häufige Auslöser sind:

  • langes oder intensives Schwimmen – vor allem in kaltem Wasser
  • ungewohnte körperliche Belastung (z. B. im Urlaub oder auf langen Wanderungen)
  • längere Autofahrten oder das Sitzen in einer Transportbox
  • kalte oder feuchte Witterung nach viel Bewegung

Besonders häufig betroffen sind aktive und wasserbegeisterte Hunde wie Retriever oder Spaniels – grundsätzlich kann es aber jeden Hund treffen.

Woran erkenne ich eine Wasserrute?

Typische Anzeichen sind:

  • Die Rute hängt schlaff herunter.
  • Der Hund wedelt kaum oder gar nicht.
  • Die Schwanzwurzel ist schmerzempfindlich.
  • Das Hinsetzen fällt schwer.
  • Manche Hunde wirken ruhiger oder möchten sich weniger bewegen.

Was hilft?

Bitte lasst euren Hund immer tierärztlich untersuchen. Auch wenn eine Wasserrute häufig gut ausheilt, müssen andere Ursachen wie Verletzungen, ein Bruch oder neurologische Erkrankungen ausgeschlossen werden.

Je nach Befund verordnet der Tierarzt Schmerzmittel oder entzündungshemmende Medikamente. Außerdem heißt es: Ruhe, Schonung und Zeit. Die meisten Hunde erholen sich innerhalb weniger Tage bis etwa zwei Wochen vollständig.

Kann man einer Wasserrute vorbeugen?

Ein hundertprozentiger Schutz ist leider nicht möglich. Ihr könnt das Risiko aber verringern, indem ihr:

  • euren Hund langsam an längere Schwimmeinheiten gewöhnt
  • nach dem Baden für ausreichend Pausen sorgt
  • euren Hund gut abtrocknet, besonders bei kühleren Temperaturen oder Wind
  • intensive Belastungen nicht plötzlich steigert

Fazit

Eine Wasserrute sieht oft erschreckend aus und ist für den Hund leider auch schmerzhaft. Mit der richtigen Behandlung und ausreichend Ruhe heilt sie aber in den meisten Fällen problemlos aus.

Genießt also den Sommer und den Badespaß mit euren Hunden – aber werft nach dem Schwimmen ruhig auch mal einen Blick auf die Rute.